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Liebe Freunde der Großregion,

endlich ist es soweit. Sie halten heute den ersten Newsletter des Projektes „Digitales Tourismusmarketing für die Großregion“ in Händen. Nein, das stimmt so nicht. Sie lesen ihn online an ihrem PC, Tablet oder vielleicht morgens auf dem Weg im Zug zur Arbeit auf ihrem Smartphone. Der digitale Wandel ist angekommen, hat unser persönliches Nutzerverhalten verändert und stellt alle Branchen vor Möglichkeiten und Herausforderungen - so auch den Tourismus und das Destinationsmanagement. Innovative Technologien und Datenmanagement-Systeme eröffnen neuartige Wege der Kommunikation mit dem Gast. In den kommenden drei Jahren beschäftigen wir uns mit Entwicklungen im digitalen Marketing und fördern den Austausch von Knowhow in der Großregion. Außerdem stehen uns im Rahmen des Projekts Möglichkeiten offen, Qualifizierungsmaßnahmen für Entscheider und Praktiker umzusetzen, was wir gemeinsam mit Ihnen nutzen wollen. Seien Sie also gespannt!

Ab sofort informieren wir Sie an dieser Stelle über Fortschritte in unserem Projekt, binden aktuelle Entwicklungen bei unseren Partnern mit ein und lassen Experten zu Wort kommen. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Anmerkungen zu unserem Newsletter und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Ihr Team vom Projektbüro

Aktuelles aus dem Projekt

Wer sind wir?

Wir, das sind 9 Tourismusorganisationen aus allen Teilen der Großregion:
Luxembourg for Tourism, Comité Régional du Tourisme de Lorraine, Moselle Attractivité, Fédération touristique du Luxembourg Belge, Fédération touristique de la Province de Liège, Tourismusagentur Ostbelgien, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Commissariat général au Tourisme und die Tourismus Zentrale Saarland, als federführende Begünstigte. Darüber hinaus, als so genannte strategische Partner, sind Meurthe-et-Moselle Tourisme und Meuse Tourisme mit im Boot.

Was sind unsere Ziele für die nächsten Jahre?

Mit diesem Projekt wollen wir den digitalen Wandel im großregionalen Tourismus aktiv mitgestalten. Dazu werden wir das natur-und kulturhistorische Potential der Region nutzen und die bereits gewachsenen thematischen Netzwerke bewusst in unsere Strategie einbinden. Wir möchten die Schätze der Region online gut sichtbar inszenieren und den Gast bestmöglich inspirieren und informieren. Dazu gehört für uns, Information so aufzubereiten, dass sie für die nächste Generation von Suchmaschinen und somit für den „vernetzten Gast“ optimal zu finden sind. Touristische Leuchttürme und ausgewählte Sehenswürdigkeiten werden mit neuesten Visualisierungs- und Kommunikationstechnologie ausgestattet. Damit möchten wir Bewohner und Besucher dazu anregen, neue Facetten und Teile der Großregion zu entdecken.

Die ersten Projektschritte sind erfolgt!

Im Dezember 2016 fiel der Startschuss für das Projekt. Seitdem wurden die ersten wichtigen Schritte gemacht: Im April und Mai wurden die Projektassistentin Hanna Eckert und die Projektleitung Eva Jarolim eingestellt. Ebenfalls im April wurde das Projektbüro in Saarbrücken eröffnet, von wo aus das Projektmanagement und das Gros der Projektaktionen gesteuert werden. In einer ersten gemeinsamen Sitzung aller Projektpartner am 27. Juni in Trier wurden die nächsten operativen Projektumsetzungen vereinbart: Das Projektbüro begann damit, die Basis für eine gemeinsame Content-Strategie vorzubereiten. Zunächst wurden dafür Webanalysedaten der Partner eingeholt und systematisch ausgewertet. Mit der Beauftragung der „netzvitamine GmbH“ wurde eine Agentur ins Boot geholt, die sich auf strategische Unternehmensberatung in der Online-Kommunikation spezialisiert hat. Erste Ergebnisse des Screenings wurden auf der Projektpartnersitzung in Arlon (Arel), Belgien am 14.11.2017 vorgestellt.
Beim nächsten Treffen der Partner am 07.12.2017 in Saarbrücken drehte sich alles um die Ausrichtung der bevorstehenden Online Marktforschung. Zum ersten Mal werden Erhebungen zu Nutzern gemeinsam und grenzüberschreitend veranlagt.
Die Aufgabe der FTPL und FTLB liegt darin, jene Datenbestände zu touristischen Angeboten zu identifizieren und zu klassifizieren, die besonders für Gruppenreisende geeignet sind. Eine erste Runde von Gruppenspezialisten aus den Partnerorganisation traf sich dazu am 28.11.2017 in Arlon. Ihre Arbeitsergebnisse fließen schließlich in die gemeinsame Datenbasis ein, die unter Leitung des CGT erstellt wird.

Was kommt als nächstes?

In den kommenden Wochen kümmert sich das Projektbüro darum, die Erhebungen zum Nutzerverhalten der Gäste auf den Weg zu bringen. Dazu werden mit Unterstützung durch die netzvitamine GmbH die genauen Marktforschungstools bestimmt und der passende Dienstleister ausgewählt. Die Ergebnisse, die aus den Erhebungen gewonnen werden, können zweifach genutzt werden: Einmal sollen sie zeigen, welchen gemeinsamen Nenner es zwischen den Partnern gibt, also welche gemeinsamen Inhalte künftig an wen vermarktet werden sollen. Außerdem werden die Ergebnisse dazu genutzt, jedem Partner konkrete Tipps und Umsetzungshinweise für den eigenen Digitalisierungsprozess an die Hand zu geben.
Derweil sind in der Wallonie erste Arbeitsgruppentreffen geplant, die sich mit den technischen Anforderungen an eine gemeinsame Datenbasis auseinander setzen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Termine:

Letzte Umsetzungen

14.11.2017 2. Projektpartnersitzung in Arlon, Belgien
28.11.2017 1. Arbeitsgruppensitzung zur Aufstellung und Segmentierung des touristischen Datenbestandes in Bezug auf Gruppen
07.12.2017 Strategieworkshop der Partner zur strategischen Ausrichtung einer gemeinsamen Online-Marktforschung
08.12.2017 Besuch der Beratungsagentur für Onlinekommunikation bei den Partnern TAO und FTPL vor Ort

Bitte Vormerken:

20.02.2018 Sitzung des Projektbegleitausschusses zur Vorstellung der Jahresberichte 2016 und 2017; anschließend Projektpartnersitzung
Februar/ März 2018 Pressekonferenz „Digitales Tourismusmarketing für die Großregion“

Bei den Partnern

2017 hat Lorraine Tourisme intensiv daran gearbeitet, die Sichtbarkeit und Bekanntheit der Destinationsmarke "La Lorraine" zu stärken. Das gesamte „digitale Ökosystem“ wurde neu positioniert und konsequent vom Nutzer aus gedacht, um die Führungsposition von Lorraine Tourisme als Reise-und Urlaubsspezialist für Lothringen zu stärken.

Im globalen Wettbewerb der Tourismusdestinationen ist es wichtiger denn je, der eigenen Marke Identität zu verleihen, die Partner und Leistungsträger untereinander zu vernetzen und den Kunden entlang des Customer Journey zu begleiten. Lorraine Tourisme hat die Herausforderungen des neuen Destinationsmarketings erkannt und konkrete Maßnahmen ergriffen:

Der Webauftritt zeigt sich jetzt in puristischem, modernem Design – und natürlich responsiv für mobile Geräte. Die touristische Datenbasis wurde neu aufbereitet und lässt sich über eine interaktive Karte vom Desktop oder von unterwegs abrufen. Dabei kann direkt nach Lieblingsaktivitäten gefiltert werden. Storytelling lässt die Reisethemen lebendig werden und geben ihnen Charakter - den unverwechselbaren lothringischen nämlich. Im  Web-TV Bereich eigen aufwendig produzierte Drohnenvideos die Region aus neuer Perspektive.
Wir sind gespannt, welche weiteren Tipps die Beratungsagentur netzvitamine GmbH nach ihrer Expertenanalyse geben kann und welche Synergien wir in den kommenden drei Jahren zusammen erarbeiten können. Weitere Infos zur Neugestaltung des „Portal Lorraine“ finden Sie hier.

Experten-Ecke

Im Rahmen einer Fachkonferenz rund um das Thema Digitalisierung im Tourismus konnte die Projektleiterin Eva Jarolim viele interessante Gespräche mit Experten, Vordenkern und Machern der Digitalisierung führen. Einer davon war Pascal Gebert aus dem Netzwerk Tourismuszukunft, der sich spontan bereit erklärte, für ein Kurzinterview 3 Fragen zu beantworten, die momentan viele Entscheider im Destinationsmarketing beschäftigen. Der Online-Spezialist mit seiner langjährigen Praxis in Destinationsmarketing und Vertrieb kennt die aktuellen Herausforderungen für DMO’s, Hotels sowie touristische Leistungsträger besser als sein Schweizer Taschenmesser. Als gelernter Programmierer und diplomierter Tourismusfachmann konnte er die Destination Zermatt – Matterhorn mit dem E-Fitness Projekt erfolgreich fürs digitale Zeitalter positionieren.

Destinationen müssen ihre Denkhaltung radikal ändern. Wer heute seine Marketingmaßnahmen nicht zu 100% Prozent aus Gästesicht gestaltet, hat keine Relevanz und Daseinsberechtigung. Nehmen Sie sich ein Beispiel an AirBnB (Experiences), Google (Trips) oder TripAdvisor – das sind die virtuellen Tourismusbüros von heute. Es geht darum flexibel und schnell handeln zu können – politische, hierarchische oder geographische Einschränkungen verlangsamen leider viel zu oft die notwendige Agilität in touristischen Organisationsstrukturen.

Die Sprachassistenten Alexa, Siri oder Cortana sind gute Beispiele von künstlicher Intelligenz welche wir bereits nutzen und in den kommenden Jahren exponentiell wachsen werden. Die Aufgabe im Destinationsmarketing besteht darin, dass diese Plattformen auf touristische Inhalte zugreifen können. Dafür müssen die Informationen offen und in strukturierter Form vorliegen. Eine einfache Möglichkeit für Destinationen besteht darin, ihre Website nach schema.org auszuzeichnen.

Versenden Sie heute (noch) kostenlos Broschüren an interessierte Gäste oder Reiseveranstalter? Zukünftig geht es darum, die Informationen aus diesen Broschüren in digitaler und strukturierter Form als „OpenData“ im Netz zur Verfügung zu stellen bzw. zu „versenden“. Dadurch wird es Ihnen zusammen mit Plattformen wie Google & Co. gelingen, die Gäste optimal zu inspirieren und informieren. Beginnen Sie bei Ihren eigenen und einzigartigen touristischen Daten & Informationen. Durch einen Content-Audit stellen Sie fest, welchen Datenbestand Sie in welcher Form und in welcher Qualität zur Verfügung haben. Definieren Sie anschließend welche Daten sie mittels einer (gemeinsamen) Content-Datenbank unter Open Data Lizenz veröffentlichen.