Städte

Städtenetzwerk QuattroPole

Luxemburg, Metz, Trier und Saarbrücken - vier Städte, drei Länder, ein Ziel: Gemeinsam die Rolle der Großregion auf europäischer Bühne stärken.

Im Jahr 2000 schloss sich das Städte-Netzwerk im QuattroPole zusammen. Die Allianz will Synergieeffekte schaffen, vorhandenes Wissen in innovativen und kulturellen Projekten bündeln sowie die wirtschaftliche Attraktivität steigern. In zahlreichen Arbeitsgruppen wird die lebendige Kooperation vorangetrieben.
Hierbei realisiert QuattroPole grenzüberschreitende Dienstleistungen für die Menschen und Unternehmen in der Region. Umwelt und Energie, die Sprachen der Region, Schüleraustausch und Migration sowie ein gemeinsames Tourismuskonzept sind nur einige Schwerpunkte der Zusammenarbeit.

Eine Region in Bewegung: Im Mittelpunkt steht die Vision eines gemeinsamen zukünftigen Lebens- und Arbeitsraumes.

Saarbrücken
© Pressestelle TZS

Saarbrücken

Nahe der französischen Grenze liegt Saarbrücken mit seinen etwa 175.000 Einwohnern. Die ehemalige Barockresidenz hat viele Gesichter: Universitäts- und Messestadt, aber auch Wirtschaftszentrum mit einer facettenreicher Kulturszene.

Saarbrücken ist ein gelassenes, weltoffenes Zentrum mit einer Kombination aus französischem Flair und saarländischer Lebensart. Städtebaulich reizvoll und geschichtlich spannend. Hier gibt es viel zu sehen und noch mehr zu entdecken.

Die Metropole an der Saar punktet insbesondere mit den sehenswerten Zeugnissen der barocken Epoche: Die Ludwigskirche, das Saarbrücker Schloss mit dem geschichtsträchtigen Schlossplatz sowie der lebhafte St. Johanner Markt mit seinem Brunnen inmitten einer attraktiven Einkaufsmeile – die Eckpunkte der Architektur von Baumeister Friedrich Joachim Stengel sind auch heute noch magische Anziehungspunkte.

Metz
© M. Laurent / CRT

Metz

Ein Spaziergang durch die Stadt gleicht einer Reise durch die Jahrhunderte: Metz mit seinen römischen Akzenten verbindet italienische Eleganz mit mittelalterlicher Pracht zu einer sehenswerten Metropole mit absoluten Privilegien.

Eine Besichtigung des funkelnden Knotenpunktes überrascht und begeistert zugleich: 3.000 Jahre Geschichte prägen die Hauptstadt Lothringens und ihr kulturelles Leben. So ist Metz mit seinen rund 125.000 Einwohnern eine charmant pulsierende Stadt mit herrlichen Gärten und einer Vielzahl architektonischer Attraktionen.

Angefangen beim Quartier Imperial, über das außergewöhnliche Schauspielhaus „Arsenal“, gefolgt von dem Musée de la Cour d'or bis zu der Kathedrale Saint-Étienne mit ihren teils von Marc Chagall entworfenen Glasfenstern – Metz ist ein echter kultureller Ballungsraum. Das 2010 neu eröffnete Centre Pompidou-Metz ist das vielzitierte Tüpfelchen auf dem i eines beeindruckenden Gesamtbildes.

Luxemburg
© Verso/ONT

Luxemburg

Die Stadt Luxemburg ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes: Sie verbindet eine bewegte Vergangenheit mit einer vielversprechenden Zukunft. In der inoffiziellen europäischen Hauptstadt sind viele wichtige Institutionen der EU angesiedelt. Aber die Finanz- und Bankenmetropole bietet auch historische Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle.

Die Altstadt gehört samt Festungsüberresten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das außergewöhnliche Netz unterirdischer Galerien – die berühmten Kasematten – ist eine Hauptattraktion des Landes. Das Nationalmuseum für Geschichte und Kunst, der Großherzogpalast, die Philharmonie oder das „Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean“ – sind nur eine kleine Auswahl an Höhepunkten.

Luxemburg mit seinen rund 92.000 Einwohnern ist ein bemerkenswertes Vorbild an Weltoffenheit und Toleranz. Dem Besucher eröffnet sich eine lebendige und betriebsame Stadt, die sich ihre menschliche Seite bewahrt hat.

Kaum eine andere europäische Hauptstadt kann mit so beeindruckenden Kontrasten aufwarten. Entdecken Sie die Stadt mit ihren malerischen Plätzen, prachtvollen Boulevards und meterdicken Bastionen. Auf dem zweistündigen Stadtrundgang „City Promenade“ führt Sie ein Gästeführer zu den Sehenswürdigkeiten des Stadtzentrums und der Altstadt sowie zu Aussichtspunkten auf die Festungswälle.

Nancy
© M. Laurent / CRT

Nancy

Natürlich der weltberühmte „Place Stanislas“  – er überstrahlt in Nancy fast alles. Doch die beschauliche Metropole hat noch vieles mehr zu bieten: Auch die Altstadt, der Herzogspalast, die Bürgervillen ebenso wie die Museen und kulturellen Ereignisse zeugen von der Vitalität der Stadt.

In Lothringens historischer Hauptstadt gibt es sie noch, diese hübschen Fleckchen Erde, wo der Besucher sich einfach wohl fühlt. Diese Lokale, wo es sich köstlich speisen lässt. Und diese ursprünglichen Feste – eben all das, was den Osten Frankreichs zu einer so gastfreundlichen Region macht.

Nancy ist die Wiege des „Art Nouveau“. Wie bei einer Schnitzeljagd lassen sich die Spuren des französischen Jugendstils durch die Stadt verfolgen. Doch nicht nur Kulturreisende, auch Schaufensterbummler kommen hier auf ihre Kosten. Und mit ihren unzähligen Restaurants und Szenekneipen steht sie hinter keiner europäischen Großstadt zurück.

Koblenz
© Dominik Ketz

Koblenz

Das Deutsche Eck ist ein Naturschauspiel par excellence und eine der Hauptattraktionen in Koblenz. Hier im nördlichen Rheinland-Pfalz verbinden sich Rhein und die Mosel zu einer Einheit. Und über allem thront Kaiser Wilhelm I auf seinem Denkmal.

Romantische Schiffs-Rundfahrten sind prädestiniert, um die 2000 Jahre alte Geschichte von Koblenz zu entdecken. Genau gegenüber der Moselmündung erhebt sich auf 118 Metern die fast vollständig erhaltene Festung Ehrenbreitstein – sie ist die größte erhaltene Festung Europas. Außerdem befindet sich die imposante Kurfürstliche Schlossanlage direkt am Rheinufer.

Doch auch das Flanieren durch die Altstadt begeistert: Koblenz bietet seinen Gästen herrschaftliche Bürgerhäuser, enge Gassen und romantische Winkel. Wunderbares Flair verbreiten die frische regionale Küche, die unkomplizierte rheinische Herzlichkeit und natürlich auch die erlesenen Rhein- und Moselweine.

Mainz

Mainz war schon in der Antike ein Ort von herausragender Bedeutung. Heute genießt das Römisch-Germanische Museum weit über Deutschland hinaus einen hervorragenden Ruf. Und „Goldenes Mainz" – so heißt die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt seit ihrer Glanzzeit im Mittelalter.

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kirchen: Zum Beispiel der romanische Dom Sankt Martin, die gotische Hallenkirche Sankt Stephan mit den weltberühmten Chagall-Fenstern oder die Christuskirche mit ihrer gewaltigen Renaissance-Kuppel.

Beschauliche Plätze und liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser geben der Altstadt ihren gemütlichen Charme. Hinter Rokoko-Fassaden und in bürgerlichen Barockhäusern verbergen sich Boutiquen, Cafés und Weinstuben. Dem berühmtesten Sohn der Stadt zollen die 200.000 Einwohner der Rhein-Metropole gebührend Respekt: Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdruckes wird in einem eigenen Museum gehuldigt.

Charleroi

Charleroi an der Sambre ist mit etwa 210.000 Einwohnern die größte Stadt der Wallonie und die viertgrößte Belgiens. Das Zentrum der Provinz Hainaut ist eine Welt der Gegensätze: Eisen,- Glas- und Stahlfabriken auf der einen, viele Grünflächen auf der anderen Seite – genau dieser Kontrast macht den Reiz von Charleroi aus.

Eines der bekanntesten Monumente ist das Rathaus mit dem Belfriede, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Daneben gibt es ein Museum für Fotografie, für Schöne Künste, ein Glasmuseum sowie das Industriemuseum Bois du Casier. Bekannt ist die 50 Kilometer von Brüssel gelegene Stadt für seinen Flughafen. Rund vier Millionen Passagiere fliegen von hier jährlich in alle Welt.

Die kleine Unterstadt um den Bahnhof ist eher modern, in der Oberstadt trumpft Charleroi mit schönen Straßen und Plätzen. Dort befindet sich auch das Geschäftszentrum und hier spielt sich auch das Nachtleben ab.

Trier

Trier hat viele Gesichter – kein Wunder, bei einer 2.000-jährigen Geschichte. Römische Kaiser, Bischöfe und Kurfürsten prägten diese Stadt mit ihren heute rund 100.000 Einwohnern. Baudenkmäler von Weltrang und Kunstschätze sind geblieben – und erzählen von vergangenen Zeiten.

Deutschlands älteste Stadt war einst die größte römische Ansiedlung nördlich der Alpen. So verfügt Trier über neun Bauwerke des einstigen Weltreiches, die zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten gehören. Aber Trier mit seinem markanten Dom und der ältesten deutschen Bischofskirche bietet viele weitere Besichtigungsziele.

Trotz so viel Historie: Die Universitätsstadt ist eine junge und lebendige Stadt. In Kultureinrichtungen oder Szene-Clubs wird ein vielfältiger Mix aus Musik, Kleinkunst und Unterhaltung geboten. Im Herzen der ehemaligen Kaiserresidenz befindet sich die großzügige Fußgängerzone mit gemütlichen Cafés und Weinstuben.

Lüttich

Einst war Lüttich das mächtigste Fürstbistum Europas und später die erste Stadt, in der Kohle und Erz gefördert wurden. So wird Lüttich die feurige Stadt genannt, auch wenn die Hochöfen längst erloschen sind. Dafür glüht das historische Herz Lüttichs noch immer. Es ist voller Schätze!

Neben dem Fürstbischöflichen Palais, einem Dutzend Kloster- und Stiftskirchen und der Kathedrale Saint Paul besitzt die Stadt zahlreiche Museen. Ein Highlight: Der neue Museumskomplex Grand Curtius. Und eifrig wird am Stadtbild gearbeitet. Die Provinzhauptstadt an der Maas dokumentiert dies eindrucksvoll mit dem futuristischen Bau des neuen Hauptbahnhofs.

Enorm steil ist die Treppe zum Montagne de Bueren – dem Bauernberg. Über sie führen 374 Stufen hinauf zur mittelalterlichen Zitadelle, mehr als 60 Meter hoch über dem historischen Kern von Lüttich. Aber auch gastronomisch hat die Stadt einiges zu bieten und gilt von jeher als Genießermetropole der wallonischen Küche.

Namur

Aufgrund seiner geografischen Lage ist Namur das Tor zu den belgischen Ardennen. Die idyllische Hauptstadt der Wallonie glänzt mit einer besonderen Eleganz und einem unnachahmlichem Charakter.

Die Stadt an der Mündung von Sambre und Maas konnte sein architektonisches Erbe bewahren: Wie etwa den Glockenturm, der zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Wie die barocken und klassischen Kirchen. Oder Viertel, deren Architektur aus dem 18. Jahrhundert stammt. Alleine zehn Kleinode sind als „besonderes Kulturerbe Walloniens” klassifiziert. Darunter befinden sich das archäologische Museum, die Kirche „Notre-Dame“ und der Glockenturm „Beffroi“.

Eine der wichtigsten Bauwerke ist die Zitadelle. Zu Fuß ist sie nach einem steten Aufstieg von der Stadt aus erreichbar. Weiterhin lockt Namur mit seinem gemütlichen Zentrum, um der Hektik des Alltags zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen.

Eupen

Eupen mit seinen etwa 18.500 Einwohnern ist seit 1983 der Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Verwaltungssitz der Euregio Maas-Rhein. Hier werden für die etwa 74.000 deutschsprachigen Belgier die politischen Weichen gelegt.

Da Eupens Stadtkern vom Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges verschont blieb, besticht er durch zahlreiche anmutige Patrizierhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auch der berühmte Baumeister Johann Joseph Couven prägte das Stadtbild: Nicht umsonst trägt Eupen den Titel „Couvenstadt“.

Sehenswert sind außerdem das historische Stadtmuseum, das IKOB Museum für zeitgenössische Kunst und das Schokoladenmuseum. Weiterer Höhepunkt ist das in direkter Nachbarschaft gelegene Hohe Venn – das einzige bis heute erhalten gebliebene natürliche Biotop. Eupen ist daher auch Ausgangspunkt für eine Vielzahl interessanter Natur- und Erlebnispfade.